
Archäologie, GIS und freie Software
In den letzten zehn Jahren, in denen die Archäologie mit Luft- und
Satellitenbildauswertungen als Mittel zur Kartierung und Auffindung archäologischer
Fundorte arbeitet, hat auch GIS einen Platz in dieser Wissenschaft erobert.
Jenseits von schönen Bildbänden mit Luftbildaufnahmen finden sich in der
Fachliteratur jedoch kaum konkrete Anwendungsbeispiele, die den Nutzen von
internetbasierten Kartenservern für Kollegen und Laien verdeutlichen. Die in den
Landesdenkmalämtern gepflegten, heutzutage meist digitalisierten Fundortübersichten,
werden aus Angst vor Raubgräbern kaum einem Fachpublikum oder der interessierten
Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Auf der anderen Seite fehlten vor dem
Hintergrund der schlecht gefüllten öffentlichen Kassen bis vor wenigen Jahren
kostengünstige und Ressourcen schonende Applikationen und Mapserver.
Seit einigen Jahren hat sich dieser Zustand geändert!
Die kleine und nicht sehr aufwendige Mapserver-Applikation, die den Zustand der
Kartierung archäologischer Fundorte der Maya-Kultur in Mittelamerika verdeutlichen
soll, war das Werk weniger Tage und einer sicherlich nicht allzu tiefen Kenntnis
der Möglichkeiten, die der UMN MapServer im Zusammenspiel mit Mapbender der
Firma CCGIS insgesamt bieten. Sie soll vielmehr den Nutzen solcher Datenbank -
auch und vor allem für die öffentlichen Verwaltungen aufzeigen und zu einer
weiteren Verbreitung dieser Technologie beitragen. Sie zeigt, dass sich in der
Kombination von GIS, Satelliten- und Luftbildern, GPS etc. ein weiter Teilbereich
archäologischer Fragen, wie Rückschlüsse über die räumliche Verteilung von meist
lokal produzierten Keramiken, die "weißen Stellen" in archäologischen Karten und
die einstige Siedlungsdichte in gut prospektierten Räumen beantworten lässt.
Archaeology, GIS and Open Source Software
In the last ten years we saw a vast increase of new discoveries in archaeology
by using aerial photographies, satellite images and the intensive use of GIS
mapping software. However we rarely encounter articles realted to the use of GIS
systems apart form nice catalogues stuffed with aerial photographies and satellite
images. This may be due to the fear of object oriented, private diggers, but may
also be due to low budgets of many archaeological institutes and organisations.
Since quite a few years, these conditions changed as we nowadays find very good
and powerful Open Source Software which allow the presentation of GIS data using
WMS Mapserver and the Internet even to not so experienced users.
The small Mapserver-Applikation, that should clarify these changed conditions in
case of mapping archaeological sites of the pre-Columbian Maya culture in Middle
America was the work of only a few days by a not very experienced user. It
demonstrates the benefits of such GIS applications to the public services and
helps present day archaeologist to analyze their data under new points of view
and new questions like conclusions of the spatial distribution of usually locally
produced ceramics, the "white places" in archaeological maps and former settlement
density in well surveyed areas.