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| Donnerstag, 15:30 bis 16:30 Bericht und Neuigkeiten: ALKIS mit Freier Software InhaltIm Nachgang zur Auftaktveranstaltung ALKIS mit Freier Software werden folgende Punkte vorgestellt und diskutiert:
ZielgruppeDas Zielpublikum sind Kataster- und Vermessungsämter und Landesregierungen, die in die Beschaffung von ALKIS-ATKIS-AFIS Lösungen eingebunden sind, sowie Nachnutzer und Dienstleister, die sich mit dem Thema vertraut machen möchten. VoraussetzungenEin grundsätzliches Verständis der Thematik ist sicherlich vorteilhaft für die Teilnahme an dieser Runde. RahmenbedingungenDie aktuelle Version 4 der GeoInfoDok wird von der AdV Online bereitgestellt. Das AAA Basisschema ist die Basis für die Modellierung fachspezifischer Anwendungen. Es stellt darüber hinaus alle Eigenschaften der AFIS-ALKIS-ATKIS-Daten dar, die einen Einfluss auf den Datenaustausch haben. GrundlagenBei der Konzeption der GeoInfoDok sind die grundlegenden, allgemein gültigen Aussagen folgender Entwicklungen berücksichtigt worden:
Grundsätze der ModellierungDie ALKIS - Bestandsdaten werden auf der Grundlage eines objektorientierten Modellierungsansatzes weitgehend redundanzfrei vorgehalten. Die fachlich eigenständigen Angaben, die bisher als beschreibende Sachdaten im ALB geführt wurden, sind als eigenständige Objekte modelliert worden. Beispielsweise erfordert die Einbeziehung der Eigentümer- und Erbbauberechtigtenangaben die Einführung von Objekten ohne Raumbezug. Die in der Punktdatei vorgehaltenen Angaben zu den Punkten des Liegenschaftskatasters (Grenzpunkt, Gebäudepunkt etc.) sind mit einbezogen worden. Für die Modellierung der Festpunkte der Grundlagenvermessung ist das entsprechende Fachschema modelliert worden mit der Bezeichnung „Amtliches Festpunkt-Informationssystem -AFIS-”. Es wurde in das gemeinsame Anwendungsschema integriert. Berücksichtigung vorhandener Normentwürfe und NormenDie verfestigten Ergebnisse der nationalen und internationalen Normungsbestrebungen sind beachtet worden. Internationale Normungsvorhaben auf dem Gebiet der Geoinformation werden zurzeit vom "Technical Comittee 211 Geographic Information/Geomatics" (ISO/TC 211) der "International Organization for Standardization (ISO)" durchgeführt. Die softwarespezifischen Schnittstellenspezifikationen orientieren sich an den international anerkannten Standards des Open Geospatial Consortium (OGC). Praxis: ProblemeDie Probleme der Migration nach ALKIS sind vielfältig und beziehen sich nicht nur auf technische, sondern auch auf inhaltlich ungeklärte Sachverhalte. Die folgende Liste ist lediglich eine Momentaufnahme der Punkte, die in der letzten Veranstaltung angeprochen wurden.
TermineDie Einführung der ALKIS Standards wird sich über mehrere Jahre erstrecken und nicht flächendeckend gleichzeitig, sondern mit teilweise mehrjährigem Abstand erfolgen. Während der Übergangszeit werden Mischsysteme aufgebaut, die aus einem prototypischen Stadium nicht hinauswachsen können werden, da sie sich ständig den wechselnden Rahmenbedingungen anpassen müssen (siehe Praxisprobleme). Die Einführung des ALKIS-Leitbilds hat bereits vor Jahren begonnen. Einen Termin für die vollständige, flächendeckende Einführung produktiver Systeme gibt es nicht. LösungsansätzeDie Entwicklungen AFIS, ALKIS und ATKIS und die Festlegung der NAS (Normenbasierte Austauschschnittstelle) basieren auf international anerkannten Standards. Deshalb müss(t)en alle Softwarelösungen interoperabel sein. Nur wenn das wirklich der Fall ist, kann man von Investitionssicherheit sprechen. Deshalb werden sich wahrscheinlich Mischsysteme aus unterschiedlichen Softwarepaketen durchsetzen, die über die festgeschriebenen Schnittstellen und Standards untereinander interoparabel sind. Diese Erkenntnis setzt sich langsam auf allen Ebenen durch und nimmt auch etwas Druck aus der derzeitigen Diskussion um die einzige "richtige" Entscheidung, die es so gar nicht geben kann. AnmerkungBitte beachten Sie, dass "ALKIS mit Freier Software" keine Produktvorstellung ist. ALKIS ist kein einzelnes Produkt, sondern Leitfaden und Spezifikation von Grundlagen und Schnittstellen. Hier sollen technische Fragen und finanzielle Rahmenbedingungen zur Finanzierung einer Lösung für ALKIS mit Freier Software vorgestellt und diskutiert werden. Die Vorgehensweise ist dabei etwas anders als bei den etablierten Herstellern, die meist ein bereits "fast" fertiges und damit verkaufbares Produkt ankündigen müssen, um es verkaufen zu können. Für weitere Fragen können Sie sich an Arnulf Christl wenden. | ||||||